아이브
vor einem Monat
Auf Grundlage meiner Erfahrungen würde ich Auftraggebern dringend empfehlen, eine Beauftragung sehr sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls alternative Sachverständige in Betracht zu ziehen. Wer Wert auf eine unabhängige, gründliche und methodisch nachvollziehbare Analyse legt, sollte dies im Vorfeld kritisch hinterfragen. Im Rahmen eines Ortstermins entstand bei mir nicht der Eindruck einer professionellen, unabhängigen und ergebnisoffenen Begutachtung. Bereits das Auftreten ließ aus meiner Sicht die gebotene sachliche Distanz vermissen. Beim Betreten der Wohnung fiel im Beisein der Eigentümerin zweimal laut der Begriff „Grashölle“, ohne erkennbaren fachlichen Zusammenhang zur technischen Fragestellung. Entscheidend ist jedoch die technische Bewertung: Die auf dem beigefügten Foto dokumentierte Außenkante im Bereich der Geschossdecke mit klar erkennbarer Fuge wurde aus erheblicher Entfernung – ohne für mich nachvollziehbare Detailprüfung, Messung oder bautechnische Untersuchung – als „wenige Millimeter“ und als „irrelevant“ eingestuft. Gerade bei Feuchte- und Schimmelschäden erscheint eine solche Einschätzung ohne vertiefte Untersuchung fachlich zumindest erklärungsbedürftig. Eine transparente Herleitung der Schlussfolgerungen konnte ich nicht erkennen. Alternative bauliche Ursachen oder konstruktive Besonderheiten wurden aus meiner Wahrnehmung nicht systematisch geprüft. Insgesamt entstand für mich nicht der Eindruck einer sorgfältigen, neutralen und fachlich belastbaren Begutachtung. Vielmehr blieb der Eindruck einer sehr frühen Festlegung ohne erkennbare Untersuchungstiefe.

